Gemeinsam Ziele erreichen.
Partner sein.

Wodurch zeichnet sich ein guter Rechtsanwalt aus? Einige meinen, er muss zuhören können. Andere sagen, er muss sachlich sein, aber auch kämpfen können. Und er sollte wissen, wovon er redet. Auch hört man, Ideen muss er haben, Kreativität sei gefragt. Er soll das Ganze sehen, die Interessen des Mandanten umfassend erkennen. Er muss immer wieder bereit sein, dazu zu lernen. An diesem Leitbild orientieren wir uns in unserer Arbeit. An Ihrer Seite. Jeden Tag.

Gemeinsam Ziele erreichen. Partner sein.

Herzlich Willkommen

Unser Alltag ist von komplizierten Rechtsfragen durchzogen. Komplexe Sachverhalte zu erfassen ist oftmals schwierig. Leicht sind wir überfordert, treten Probleme unvorbereitet auf. Dann ist es hilfreich einen Partner an seiner Seite zu wissen, der neben der fachlichen Kompetenz auch die Fähigkeit zu vertrauensvoller Zusammenarbeit mitbringt.

Dieser Aufgabe stellen wir uns.

Unser Angebot

Richtige Entscheidungen hängen von rechtzeitiger und umfassender Beratung ab. Erfahrungen in der anwaltlichen Praxis, fachliche Spezialisierung und stetige Weiterbildung geben uns Sicherheit, mit Ihnen gemeinsam Wege zu erkennen und Lösungen zu finden. Wir drängen nicht auf die gerichtliche Streitklärung. Der zeitraubende Prozess ist nicht immer die wirtschaftliche Alternative. Ist der Weg aber notwendig, gehen wir ihn konsequent.


Dirk Stieger
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Verwaltungsrecht

RA Dirk Stieger
RA Dirk Stieger
1967 geboren in Brandenburg an der Havel
1985 Abitur, anschließend Wehrdienst
1988 - 1993 Studium an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena, Erstes juristisches Staatsexamen in Thüringen
1993 - 1995 Referendariat und Zweites juristisches Staatsexamen im Land Brandenburg
1996 Zulassung als Rechtsanwalt
ab 1996 Rechtsanwalt bei Arndt & Riehl-Michaelis, Brielow
ab 1997 Mitgesellschafter Rechtsanwälte Riehl-Michaelis u. Stieger, Brandenburg an der Havel
1998 Fachanwalt für Verwaltungsrecht
1999 - 2005 Mitglied im Fachanwaltsausschuss Verwaltungsrecht der Rechtsanwaltskammer Brandenburg
2006 - 2011 Beisitzer am Anwaltsgerichtshof Brandenburg
ab 2013 Stieger Rechtsanwälte
  • Fachgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte
  • Übernahme bürgerlich-rechtlicher Mandate (z.B. Verkehrsunfälle und andere Schadensfälle, Mietsachen, Werkvertrag- und Kaufvertragsrecht, Beitreibung offener Forderungen, Schuldrechtsanpassungs- und Sachenrechtsbereinigungsrecht, Arbeitsrecht)
  • Vertretung und Beratung von Mandanten, von Gemeinden, kommunalen Aufgabenträgern und Unternehmen mit Schwerpunkt im Kommunal- und Kommunalabgabenrecht, öffentlichen Baurecht und Beamtenrecht
  • Verteidigung in Straf- und Bußgeldsachen

Frau Schenk
Rechtsanwaltsfachangestellte

Im Büro Stieger vereinbart Frau Schenk Termine, nimmt Rückfragen entgegen und bearbeitet Kostensachen und Zwangsvollstreckungsangelegenheiten.

 


Andy Mieland
Rechtsanwalt

RA Andy Mieland
RA Andy Mieland
1985 geboren in Templin
2004 Abitur
2005 - 2011 Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
  Erstes juristisches Staatsexamen in Brandenburg
2011 - 2013 Referendariat und 2. juristisches Staatsexamen im Land Brandenburg
2014 Zulassung als Rechtsanwalt
ab 2014 Rechtsanwalt in der
Kanzlei Stieger Rechtsanwälte
  • Fachgebiete und Themenschwerpunkte
  • Zivilrecht, unter anderem Mietrecht, Grundstücksrecht
  • Arbeitsrecht
  • Schadensrecht

Frau Zabel
Rechtsanwaltsfachangestellte

Im Büro Mieland vereinbart Frau Zabel Termine, nimmt Rückfragen entgegen und bearbeitet Kostensachen und Zwangsvollstreckungsangelegenheiten.

 


Droht ein Rechtsstreit? Eine Einführung.

Oftmals plötzlich und unvorbereitet, manchmal aber auch erkennbar, ergeben sich Probleme mit rechtlichen Fragestellungen, die für den Einzelnen kaum allein zu klären sind.

Da ist es die fröhliche Einkaufsfahrt, die in einem Verkehrsunfall endet, da verblasst die Erinnerung an das gelungene Betriebsfest, da der Arbeitgeber unerwartet die Kündigung des Arbeitsverhältnisses ausgesprochen hat, da erklärt der Ehepartner, dass er sich nach 20 Ehejahren nochmals neu orientieren will, da gerät der Familientraum vom eigenen Haus im Grünen zum finanziellen Fiasko, da die Bauverwaltung scheinbar grundlos die begehrte Baugenehmigung nicht erteilt.

Oder die Freude der Nachbarn über die von der Stadt neu ausgebaute Wohnstraße schlägt schnell in Verärgerung um, wenn dem Anlieger zur Beteiligung an dem Aufwand ein Straßenbaubeitragsbescheid zugeht. Viele weitere Fälle des täglichen Alltages ließen sich anfügen.

Wie ist all dies zu verstehen? Was ist zu unternehmen? Was muss zuerst gemacht werden? Mit wem muss Kontakt aufgenommen werden? Viele Fragen drängen sich in kurzer Zeit auf und müssen beantwortet werden.

Vielfach ist dabei juristischer Rat notwendig und die konkrete Beauftragung eines Rechtsanwaltes mit der Interessenwahrnehmung erfolgt in der Regel im Zusammenhang mit einem ersten Gespräch beim Rechtsanwalt. Der Anwalt wird seinem Mandanten dabei aufmerksam zuhören, welche Probleme der Mandant vorträgt, um aus dem Sachverhalt das für den Fall wesentliche herauszuarbeiten.

Dabei ist es oft für Mandanten erstaunlich, dass sich der umfassend dargestellte Sachverhalt auf wenige juristische Kernsätze beschränken lässt, welche für die Bearbeitung der Angelegenheit in der Regel ausreichend sind. Der Anwalt kann also am effektivsten an der Sache arbeiten, wenn sich der Mandant bereits zum Erstgespräch so vorbereitet, dass er den Sachverhalt an sich präsent hat und die aus seiner Sicht wesentlichen, aber auch unwesentlichen Dinge vortragen kann. Werden in der Sache Unterlagen benötigt oder Informationen aus Dokumenten, ist auf Urkunden oder andere Beweismittel zuzugreifen, dann sollten diese Unterlagen in der Regel zum Anwaltsbesuch mitgebracht werden bzw. Personen, die bestimmte Einzelheiten des Falls bestätigen, sollten mit vollständigem Namen und Anschrift benannt werden können.

Sicher wird Ihnen der Anwalt in diesem Erstgespräch schon einiges in der Sache sagen können. Ist dies bei einem komplexen Sachverhalt oder einem eher fernliegenden Rechtsgebiet nicht der Fall, wird Ihnen der Anwalt Informationen dann zukommen lassen, wenn er sich in der Sache über die Rechtslage informiert hat.

Grundlage des Mandatsverhältnisses zwischen Mandant und Anwalt ist ein vertrauensvoller Umgang miteinander. Stellen Sie die Fragen, die Sie interessieren und die Sie geklärt haben wollen. Soweit sich hierfür Anhaltspunkte ergeben, wird der Anwalt Sie auch über Prozesskostenhilfe und Beratungshilfe informieren und er wird mit Ihnen auch über die Kosten der anwaltlichen Beauftragung sprechen oder sogar den Abschluss einer Vergütungsvereinbarung vorschlagen. Eventuell wird er auch ansprechen, ob eine bestehende Rechtsschutzversicherung für die anwaltliche Vertretung und die Verfahrenskosten aufkommt.

Insoweit ist im Erstgespräch ein umfassendes Programm abzuarbeiten. Der Anwalt wird all dies im Blick haben. Gemeinsam sollten Sie festlegen, wie konkret in Ihrer Sache vorzugehen ist.

Trotz der besten Vorbereitung auf das Gespräch mit dem Anwalt, stellen sich manche Fragen erst im Nachhinein und dann ist es möglich, den Rechtsanwalt entweder telefonisch oder für ein weiteres Gespräch zu erreichen. Zudem stehen für Rückfragen, das Übermitteln von Informationen, das Entgegennehmen von Unterlagen, das Vereinbaren von Terminen und für weitere Nachfragen auch die fachkundigen Mitarbeiter der Anwaltskanzlei zur Verfügung, welche insgesamt über eine entsprechende berufliche Qualifikation verfügen und die Fragen soweit möglich und zulässig kompetent beantworten können.

Die Prozesskostenhilfe ist die vollständige oder teilweise Befreiung einer minderbemittelten Partei von den Prozesskosten. Prozesskostenhilfe ist in jedem Rechtsbereich und für die meisten Prozess- oder Verfahrensarten möglich. Die Gewährung von Prozesskostenhilfe setzt voraus, dass die Partei die Kosten der Prozessführung aus ihrem Einkommen und - soweit zumutbar - aus ihrem Vermögen nicht, nur zum Teil oder je nach Höhe des Einkommens und der Unterhaltsverpflichtungen nur in höchstens 48 Monatsraten aufbringen kann.

Weitere Voraussetzung ist, dass die beabsichtigte Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung hinreichende Aussicht auf Erfolg haben muss und nicht mutwillig sein darf. Über die Bewilligung von Prozesskostenhilfe entscheidet das Gericht, bei dem ein Verfahren anhängig ist oder anhängig gemacht werden soll und die Bewilligung erfolgt für jeden Rechtszug gesondert. Soweit in dem prozessualen Verfahren eine Vertretung durch Rechtsanwälte vorgeschrieben ist und gegebenenfalls auch sonst wird der Partei ein von ihr gewählter, zur Vertretung bereiter, sonst ein vom Gericht bestellter Rechtsanwalt beigeordnet. Für diesen Rechtsanwalt entsteht ein Anspruch auf Vergütung durch die Staatskasse nach besonderen Regelungen. Die Prozesskostenhilfe deckt also das Risiko der Gerichtskosten und der Kosten des eigenen Anwaltes ab. Das Risiko der möglichen Kosten des Gegenanwaltes, die im Falle des Unterliegens zu tragen sind, wird nicht abgedeckt.

Über das Verfahren zur Beantragung von Prozesskostenhilfe berät Sie Ihr Rechtsanwalt. Mit der Antragstellung muss der Nachweis geführt werden, dass die Partei im oben dargestellten Sinne zur Kostentragung nicht in der Lage ist. Ein amtlicher Vordruck über die Erklärung über die wirtschaftlichen und persönlichen Verhältnisse ist auszufüllen und es sind entsprechende Nachweise (z.B. Einkommensnachweis, Mietaufwendungen, sonstige Belastungen) beizufügen. Ist der Prozesskostenhilfeantrag nicht hinreichend begründet, kann das Gericht eine Frist zur Ergänzung der Erklärung und der Nachweise bestimmen.

Sollten sich die Angaben, die zur Bewilligung von Prozesskostenhilfe geführt haben nachträglich als unzutreffend herausstellen, kann das Gericht die Bewilligung der Prozesskostenhilfe aufheben.

Sofern sich Anhaltspunkte hierfür bieten, wird der Rechtsanwalt von sich aus auf die Möglichkeiten der Prozesskostenhilfe hinweisen.

Um die Chancengleichheit aller Bürger auf rechtliche Betreuung und gleichen Zugang zu den Gerichten zu wahren, sieht das Beratungshilfegesetz im Rahmen der vorsorgenden Rechtspflege eine Rechtsberatung Minderbemittelter vor.

Über die Gewährung von Beratungshilfe entscheidet auf Antrag der zuständige Rechtspfleger beim Amtsgericht, soweit die Angelegenheit dort nicht sogleich abschließend erledigt werden kann.

Der Rechtssuchende kann sodann mit einem Berechtigungsschein einen Rechtsanwalt seiner Wahl zur Beratung oder Vertretung aufsuchen oder auch eine bereits getroffene Anwaltswahl nachträglich bestätigen lassen.

Der Rechtssuchende schuldet dem tätig gewordenen Rechtsanwalt eine Gebühr von 10,00 EUR, wobei die restlichen Kosten durch die Staatskasse übernommen werden.

Der Rechtsanwalt ist ein unabhängiges Organ der Rechtspflege und er übt einen freien Beruf aus. Er ist der berufene Berater und Vertreter in allen Rechtsangelegenheiten des Mandanten.

Der Rechtsanwalt wird durch die Landesjustizverwaltung bzw. - so im Land Brandenburg - durch die Rechtsanwaltskammer zugelassen, wenn er die Befähigung zum Richteramt erlangt hat und weitere Voraussetzungen erfüllt. Der Rechtsanwalt ist zur Errichtung einer Kanzlei in dem Gerichtsbezirk verpflichtet, in dem er als Anwalt zugelassen ist. In der Regel ist der Rechtsanwalt bei einem Amts- und bei einem Landgericht zugelassen. Er kann zudem nach fünf Jahren anwaltlicher Tätigkeit auch am Oberlandesgericht zugelassen werden.

Der Rechtsanwalt nimmt die Interessen seiner Mandanten außergerichtlich, aber auch insbesondere in gerichtlichen Verfahren als Prozessvertreter in Zivilverfahren oder in Streitigkeiten vor den Verwaltungsgerichten, den Arbeitsgerichten, den Sozialgerichten und den Finanzgerichten wahr bzw. vertritt den Mandanten als Verteidiger in Straf- und Bußgeldangelegenheiten.

Besondere Sachkunde des Rechtsanwaltes auf einem bestimmten Gebiet kommt dadurch zum Ausdruck, dass ihm von der Rechtsanwaltskammer die Befugnis erteilt wurde, die Bezeichnung Fachanwalt zu führen. Der Fachanwalt kommt in besonderer Weise auch seiner Fortbildungsverpflichtung nach.

Das Rechtsverhältnis des Rechtsanwaltes zu seinem Mandanten (Auftraggeber) stellt einen Geschäftsbesorgungsvertrag dar. Der Rechtsanwalt ist nicht verpflichtet, ein ihm angetragenes Mandat anzunehmen. Er muss aber die Ablehnung unverzüglich erklären. In bestimmten Fällen darf er nicht tätig werden, so zum Beispiel wenn er in derselben Rechtssache eine Partei im entgegengesetzten Interesse beraten oder vertreten hat.

Der Rechtsanwalt hat seinen Beruf gewissenhaft auszuüben und sich auch außerhalb des Berufes der Achtung und des Vertrauens würdig zu erweisen, die seine Stellung als Organ der Rechtspflege erfordern.

Der Rechtsanwalt ist als Einzelanwalt, in einer Sozietät, in einer Partnerschaft oder einer anderen zulässigen Form tätig. Für seine Tätigkeit erhält der Rechtsanwalt Gebühren, welche nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz berechnet werden. Diese gesetzlichen Gebühren sind Mindestgebühren. Der Rechtsanwalt kann mit dem Mandanten entsprechend des Aufwandes in dem Mandat aufgrund der Bedeutung der Sache und dem Umfang der zu leistenden anwaltlichen Tätigkeit ein höheres Honorar im Rahmen einer Vergütungsvereinbarung vereinbaren. Aufgrund des mit dem Mandanten bestehenden Geschäftsbesorgungsvertrages haftet der Rechtsanwalt seinem Mandanten gegenüber für Schäden, die er aus Verschulden verursacht hat (Anwaltshaftung).

Die Aufsicht über die Berufstätigkeit der Rechtsanwälte übt die Rechtsanwaltskammer aus. Die Rechtsanwälte eines Oberlandesgerichtsbezirks bilden die Rechtsanwaltskammer. Sie ist Körperschaft des öffentlichen Rechts unter der Rechtsaufsicht der Landesjustizverwaltung.

Wird der Rechtsanwalt durch einen Mandanten mit der Betreuung seiner Rechtsangelegenheit beauftragt, erwirbt der Rechtsanwalt für seine Tätigkeit einen Gebührenanspruch gegenüber dem Mandanten. War bislang hierfür die Bundesrechtsanwaltsgebührenordnung (BRAGO) die Grundlage, gilt heute das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG).

Die Gebühren richten sich danach nach der Art der Angelegenheit und nach dem Wert des Gegenstandes der Beratung oder Vertretung (Gegenstandswert oder Streitwert). Für bestimmte anwaltliche Tätigkeiten fallen Rahmengebühren an, welche sich nach der Art und dem Umfang der anwaltlichen Tätigkeit, aber auch nach der Bedeutung der Angelegenheit für den Mandanten richten.

Da die gesetzlichen Gebühren Mindestgebühren sind, kann ein höheres Honorar mit dem Mandanten vereinbart werden. Eine derartige Vergütungsvereinbarung wird der Rechtsanwalt immer dann anregen, wenn der durch ihn zur ordentlichen Erledigung des Mandates zu betreibende Aufwand zu den gesetzlichen Gebühren außer Verhältnis steht. Dabei wird der Rechtsanwalt stets im Blick haben, dass er nicht nur einen angemessenen Kanzleibetrieb und die ordnungsgemäße Behandlung des Mandates sicherzustellen hat, sondern er zur Erledigung einzelner Arbeitsaufgaben im Rahmen der Mandatsführung kompetente Mitarbeiter beschäftigt. Ist etwa ein höherer Ermittlungsaufwand zu betreiben, sind zudem umfangreiche Nachforschungen zu führen, bedarf es eines intensiven Mandantenkontaktes oder etwa vielfältiger Verhandlungen, dann decken die gesetzlichen Gebühren den Aufwand der anwaltlichen Tätigkeit nicht.

Regelmäßig wird der Rechtsanwalt über seine Tätigkeit gegenüber dem Mandanten eine Rechnung erstellen. Die gesetzliche Vergütung des Rechtsanwaltes - Gebühren und Auslagen - wird auch auf Antrag durch das Gericht festgesetzt. Die Vereinbarung eines Erfolgshonorars ist (gegenwärtig noch) unzulässig.

Die Rechtsschutzversicherung ist anders als die Haftpflichtversicherung eine reine Kostenversicherung. Durch sie werden je nach Umfang die gerichtlichen und außergerichtlichen Kosten, die durch die Geltendmachung eines eigenen Anspruches oder die Verteidigung gegenüber einem von einem Dritten erhobenen Anspruch (ohne Rücksicht auf dessen Begründetheit) entstehen, sowie die Kosten einer mit dem Versicherungsfall zusammenhängenden Strafverteidigung abgedeckt.

Das Bestehen einer Rechtsschutzversicherung schließt den Grundsatz der freien Anwaltswahl nicht aus, sofern nicht im Versicherungsvertrag anderes geregelt ist. Es obliegt also allein dem Ratsuchenden, welchen Rechtsanwalt er mit seiner Vertretung beauftragt.

Sofern der Mandant vor dem Erstbesuch beim Anwalt noch nicht bei seiner Rechtsschutzversicherung angefragt hat, ob diese eintrittspflichtig ist, sollte er in jedem Falle seinen Anwalt von dem Bestehen einer Rechtsschutzversicherung informieren. Dieser kann dann im Auftrage des Mandanten bei der Rechtsschutzversicherung nachfragen und wird in der Regel einfachen Schriftwechsel mit der Rechtsschutzversicherung erledigen. Der Rechtsanwalt ist hierzu nicht verpflichtet, denn das Abprüfen der Eintrittspflicht der Rechtsschutzversicherung stellt insoweit grundsätzlich bereits ein eigenständiges Mandat dar, aus welchem dem Rechtsanwalt ein Vergütungsanspruch entsteht. Umfassendere Korrespondenz mit der Rechtsschutzversicherung, die sich etwa weigert, Kosten zu übernehmen, wird der Rechtsanwalt daher nicht als reine Serviceleistung mit erbringen können.

Weigert sich die Rechtsschutzversicherung, die durch den Anwalt berechtigt geltend gemachten Vergütungsansprüche auszugleichen, besteht aufgrund des Vertragsverhältnisses zwischen Mandant und Anwalt der direkte Vergütungsanspruch des Anwaltes gegenüber dem eigenen Mandanten.

 

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